Ordnung der Liebe 

Das Grundprinzip „Ordnung der Liebe“ ist für das harmonische Funktionieren eines Familiensystems essenziell. Es gibt dabei drei Hauptordnungen:

Das Prinzip der Zugehörigkeit:

Jeder Mensch hat das grundlegende Bedürfnis, zu seiner Familie oder seinem System zu gehören. Dies schliesst auch die Anerkennung aller Familienmitglieder ein, auch derjenigen, die vielleicht vergessen oder ausgegrenzt wurden.
Wird einem Familienmitglied die Zugehörigkeit verwehrt, kann dies zu späteren Komplikationen und Verstrickungen führen (Abtreibungen, Fehlgeburten etc.)

Das Prinzip der Ordnung:

Es gibt eine natürliche Hierarchie in Familien, die oft nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, hat Vorrang“ funktioniert. Eltern haben etwa Vorrang vor ihren Kindern.
Wird diese Ordnung gestört, indem zum Beispiel Kinder die Rolle der Eltern übernehmen, kann dies zu Ungleichgewichten und Schwierigkeiten führen.

Das Prinzip des Ausgleichs:

In zwischenmenschlichen Beziehungen ist ein Gleichgewicht von Geben und Nehmen essenziell. Dies gilt insbesondere in Paarbeziehungen, wo ein ständiger Austausch stattfindet.
Wenn das Gleichgewicht dauerhaft gestört ist, kann dies zu Spannungen und Konflikten führen.
Diese Ordnungen wirken oft im Verborgenen und beeinflussen das Verhalten und die Beziehungen der Familienmitglieder auf tiefgreifende Weise.


 

In der systemischen Therapie, ganz besonders in der Methode der Familienaufstellung, werden diese unbewussten Dynamiken und Verstrickungen innerhalb von Familien sichtbar gemacht und bearbeitet, um Heilung und Ausgleich im Familiensystem zu fördern.

Heutzutage – mit den vielen Patchwork-Familien – ist die „Ordnung der Liebe“ wichtiger denn je. 

 

Fazit zur Ordnung der Liebe

Die Bedeutung der „Ordnung der Liebe“ im systemischen Denken, insbesondere für das harmonische Funktionieren von Familiensystemen, ist zentral. Die drei Hauptprinzipien – Zugehörigkeit, Ordnung und Ausgleich – spielen eine entscheidende Rolle im Familienleben:

Wird die Zugehörigkeit eines Familienmitglieds nicht anerkannt, können daraus langfristige Konflikte entstehen. Ebenso führt die Missachtung der natürlichen Hierarchie zu Ungleichgewichten. Schließlich ist ein ausgewogenes Verhältnis von Geben und Nehmen in Beziehungen unerlässlich für deren Stabilität.